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Izabela Kałduńska
The New Solarism
Izabela Kałduńska - Violine, Stimme, Live Elektronik
Die Leipziger Komponistin und Geigerin Izabela Kałduńska, besser bekannt als The New Solarism, bereitet ihr Publikum auf eine neue musikalische Reise vor: 2026 erscheint das Album „The Train I-V“. Der fünfteilige Zyklus, der bereits 2023 bei der Finissage der Ausstellung „Einsteigen/Aussteigen“ in Erlbach/Colditz uraufgeführt wurde, wird nun erstmals als vollständiges Studioalbum veröffentlicht.
„The Train I-V“ entstand als intermediale Reflexion: Inspiriert von dem Kurzfilm der russischen Künstlerin Olga Chernysheva, dem elegischen Andante aus Mozarts Klavierkonzert Nr. 21 sowie Alexander Pushkins melancholischen „Epistel an Yudin“ verwebt Kałduńska klassische Violintechnik mit modernen Klangmitteln. Über Loopstation, Effekte, Textfragmente und Gesang entfalten sich hypnotische, liminale Klanglandschaften – sphärische Streicher-Schichten, die zwischen Traum und Erinnerung oszillieren.
Der Zyklus gliedert sich in fünf Sätze, die wie Waggons eines inneren Zuges aneinandergereiht sind: Jeder Teil trägt eine eigene emotionale Farbe – von stiller Kontemplation über aufbrechende Sehnsucht bis hin zu Momenten intensiver, transzendenter Glorifizierung. Die Musik lädt ein, sich fallen zu lassen: in die Tiefe der eigenen Gedanken, in die Weite vergangener Briefe oder in die ungreifbare Bewegung eines Zuges, der nirgendwo ankommt und doch immer weiterfährt.
Mit ihrem künstlerischen Hintergrund schafft Kałduńska eine Brücke zwischen klassischer Tradition und experimenteller Klangkunst. „The Train I-V“ verspricht, die charakteristische Traum-Ästhetik von The New Solarism weiterzuentwickeln: immersiv, emotional und roh.
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